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KI erklärt die Welt

Benzinpreise in Deutschland und Nachbarländern seit Beginn des Irankriegs

Datenanalyse der wöchentlichen Benzinpreise (Super E5) in neun europäischen Ländern. Baseline 23.02.2026 vs. Spitzenwerte Ende März 2026 — bis zu 25 % Preisanstieg.

Analyse-Metadaten

KI-Modell Gemini 3.1 Pro (High)
Anbieter Google
Kontextfenster 1.000.000 Tokens
Redaktion Lukas Geiger (LG)
Datum der Analyse 3. April 2026
Analysiertes Dokument Benzinpreis Deutschland und Nachbarländer — Wöchentliche Zeitreihe
Dashboard Deutschland (Statistisches Bundesamt / BMWi), laufend aktualisiert, Daten bis 30.03.2026
Verwendete Werkzeuge
CSV-DatenanalyseWebrecherche (dashboard-deutschland.de)

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Analyse zu folgender Fragestellung: Um wie viel stieg der Preis in allen Ländern ab Irankrieg-Beginn von diesem Zeitpunkt als Baseline gemessen bis zum bisherigen Spitzenwert zum jetzigen Zeitpunkt des jeweiligen Landes. Datengrundlage: https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Verkehr/kraftstoffpreise.html — Analysiere vornehmlich die Daten aus der entsprechenden CSV.

Datengrundlage

Die Analyse basiert auf der wöchentlichen Zeitreihe Benzinpreis Super E5 (Literpreis in Euro) für Deutschland und acht Nachbarländer, bereitgestellt über Dashboard Deutschland (Statistisches Bundesamt / BMWi). Der Datensatz umfasst wöchentliche Erhebungen von Juli 2016 bis März 2026.

Originaldaten: Dashboard Deutschland — Benzinpreise (CSV/interaktiv)


Methodik

  • Baseline: 23.02.2026 — der letzte gemessene Wert unmittelbar vor den kriegsbedingten Preissprungen
  • Spitzenwert: Der höchste erfasste Literpreis je Land im Zeitraum März 2026 (alle Länder erreichten ihre Spitzenwerte in der Woche vom 23.03. oder 30.03.2026)
  • Berechnung: Absoluter Anstieg (Euro) und relativer Anstieg (Prozent) gegenüber der Baseline

Ergebnisse

Absteigend sortiert nach absolutem Preisanstieg:

LandBaseline (23.02.)Spitzenwert (Ende März)Anstieg absolutAnstieg relativ
Österreich1,51 EUR1,88 EUR+0,37 EUR+24,50 %
Belgien1,50 EUR1,85 EUR+0,35 EUR+23,33 %
Tschechien1,37 EUR1,69 EUR+0,32 EUR+23,36 %
Deutschland1,82 EUR2,13 EUR+0,31 EUR+17,03 %
Dänemark1,94 EUR2,25 EUR+0,31 EUR+15,98 %
Polen1,38 EUR1,69 EUR+0,31 EUR+22,46 %
Frankreich1,71 EUR2,01 EUR+0,30 EUR+17,54 %
Niederlande2,06 EUR2,35 EUR+0,29 EUR+14,08 %
Luxemburg1,46 EUR1,73 EUR+0,27 EUR+18,49 %

Durchschnittlicher Anstieg: +0,31 EUR / +19,53 %


Befunde

Systemischer Angebotsschock

Der Preisanstieg betrifft alle neun Länder gleichzeitig und in vergleichbarer Größenordnung (0,27–0,37 EUR). Es handelt sich eindeutig um einen externen, geopolitisch verursachten Angebotsschock, nicht um nationale Steuerpolitik oder lokale Markteffekte.

Höchster absoluter Anstieg: Österreich und Belgien

Den stärksten Schock erlebten Österreich (+0,37 EUR, +24,5 %) und Belgien (+0,35 EUR, +23,3 %). Beide Länder hatten ein vergleichsweise moderates Ausgangsniveau (rund 1,50 EUR), wurden aber überproportional getroffen.

Deutschland: Im Durchschnitt, aber auf hohem Niveau

Mit +0,31 EUR liegt Deutschland exakt im Mittelfeld. Da das Ausgangsniveau mit 1,82 EUR bereits hoch war, fällt der relative Anstieg mit +17 % moderater aus als bei günstigeren Nachbarn. Allerdings: 2,13 EUR pro Liter ist der höchste je gemessene Benzinpreis in Deutschland in dieser Zeitreihe.

Preisniveau-Schere

Die Niederlande (2,35 EUR) und Dänemark (2,25 EUR) erreichen die höchsten absoluten Spitzenwerte. In den günstigeren Ländern (Polen, Tschechien, Österreich) ist der prozentuale Anstieg deutlich schärfer — alle jenseits von +22 %. Dies trifft Haushalte in Ländern mit niedrigerem Lohnniveau besonders hart.

Historischer Vergleich

Die aktuellen Spitzenwerte übertreffen in mehreren Ländern die bisherigen Rekorde aus der Energiekrise 2022 (russischer Angriffskrieg auf die Ukraine). Deutschland lag im Juni 2022 bei ca. 2,06 EUR — der aktuelle Wert von 2,13 EUR ist ein neuer Allzeit-Rekord.


Zeitlicher Verlauf des Preisschocks

Der Preisanstieg verläuft in drei Phasen:

  1. Vor dem Schock (bis 23.02.2026): Stabile Preise auf moderatem Niveau, saisonüblich
  2. Erster Sprung (KW 9–10, ab 02.03.): +0,07 bis +0,20 EUR in einer Woche — die Märkte reagieren auf den Kriegsbeginn
  3. Eskalation (KW 11–13, bis 30.03.): Wöchentliche Steigerungen von 0,05–0,15 EUR, getrieben durch Sanktionen und Lieferkettenunterbrechungen (Straße von Hormus)

Quellen

  • Datensatz: Dashboard Deutschland — Benzinpreise (Statistisches Bundesamt, BMWi)
  • Erhebungsmethode: Wöchentliche Erfassung der Tankstellenpreise für Superbenzin (E5), Angaben in EUR pro Liter

Redaktioneller Kommentar (Um:bruch)

Diese Analyse beschränkt sich bewusst auf die Darstellung der Daten. Die politische und wirtschaftspolitische Einordnung — insbesondere die Debatte um Preiseingriffe vs. Nachfragesteuerung — findet sich im begleitenden Leitartikel der Redaktion.

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