Transparenzhinweis: Der Autor des LOCUTERRA-Konzepts (Lukas Geiger) ist gleichzeitig Herausgeber von Um:bruch. LOCUTERRA ist ein nicht-kommerzielles Open-Source-Konzept unter MIT-Lizenz. Es gibt keine Monetarisierung.
Das Problem
Lokale Gesellschaft findet digital fast nicht statt. Wer wissen will, was in seiner Gemeinde passiert, wer in der Nachbarschaft Hilfe anbietet, wer den Gartenverein leitet oder ob die Bibliothek nächste Woche zu hat — der hat heute keine gute Option.
Es gibt Facebook-Gruppen, in denen Anzeigen zwischen Inhalten stehen. Es gibt kommunale Websites, die niemand besucht. Es gibt Aushänge im Gemeindezentrum, WhatsApp-Gruppen ohne Struktur, und ein paar Engagement-Plattformen, die nach sechs Monaten wieder verschwinden, weil ihr Geschäftsmodell nicht trägt oder ihr Datenschutz nicht passt.
Was es nicht gibt: ein Werkzeug, das lokale Gesellschaft digital abbildet, ohne sie gleichzeitig zu monetarisieren.
Die Idee
LOCUTERRA ist ein Konzept für ein gemeinwohlorientiertes, ortsbasiertes Social Network. Der Name kommt von locus (Ort) und terra (Erde, Land). Die Grundidee: Kommunikation räumlich denken — vom Dorf bis in die Welt.
Konkret heißt das:
- Bürger können Ressourcen teilen, Gruppen gründen, Orte entdecken und sich direkt vernetzen — ohne Werbung, ohne Algorithmus, ohne Klarnamen-Zwang.
- Initiativen können sich als Gruppen organisieren, Treffen ankündigen und Helfer finden.
- Kommunen können Informationskanäle betreiben, Bürgerkontaktstellen anbieten und — in späteren Versionen — ortsbezogene Warnungen ausgeben.
- Ressourcen (Geräte, Skills, Hilfsangebote, Gesuche) bleiben nicht-kommerziell. Sobald Geld fließt, ist es Marktplatz — ein bewusst getrenntes Modul.
Das System denkt in Reichweiten: privat, Gruppe, Ort, Dorf, Kommune, Region, Land. Ein Angebot kann sichtbar sein für den Ortsteil, ohne gleich für die ganze Region auffindbar zu sein. Sichtbarkeit ist nicht gleich Kontakt — wer eine Ressource sieht, darf den Anbieter nur per Direktnachricht kontaktieren, nicht automatisch seinen Standort oder seine Identität einsehen.
Was durchspezifiziert ist
LOCUTERRA ist kein Pitch-Deck und keine Folienpräsentation. Es ist ein vollständig durchspezifiziertes Produktkonzept:
- MVP-Schnitt: Bürgerkonto, Orte, Gruppen, Ressourcen, Direktnachrichten, Informationskanäle
- Datenmodell: 13 Kernentitäten mit Beziehungen, Statusfeldern und Erweiterungslogik
- Datenschutzkonzept: Pseudonymität als Standard, zweckgebundene Einwilligungen, Widerruf, Löschung, Export
- Rollen- und Rechtemodell: Akteur, Konto, Objektrolle und Systemrolle sauber getrennt
- Reichweitenmodell: Hierarchische Auffindbarkeit von privat bis transnational
- Governance: Trägerschaft, Moderation, Meldung, Einspruch, Zweitprüfung — mit drei konkret durchgespielten Konfliktfällen
- Sicherheit: Spam, Fake-Warnungen, Stalking, Ortsdatenmissbrauch, politische Manipulation — Risiken dokumentiert und Schutzlinien definiert
- Technischer Stack: Next.js, TypeScript, React, PostgreSQL, Prisma — Webapp/PWA-first
- Finanzierungskonzept: Arena-Modell (ortsbezogenes Sponsoring per Auktion, 50/50-Erlösverteilung), Marktplatzgebühren, öffentliche Trägerschaft — ohne Werbung im Feed, ohne Datenverkauf, ohne Premium-Konten
Dazu gibt es einen klickbaren Demonstrator, der die fiktive Kommune Grüntal mit synthetischen Daten zeigt: 9 Orte, 5 Gruppen, 8 Ressourcen, 2 Kanäle und Direktnachrichten zwischen fiktiven Bürgern.
Warum wir es verschenken
LOCUTERRA gehört nicht uns. Es gehört der Idee, dass lokale Gesellschaft ein digitales Werkzeug verdient, das nicht von Werbung, Wachstumsdruck oder Datenhandel abhängt.
Deshalb stellen wir das gesamte Konzept unter MIT-Lizenz auf GitHub:
Jede Kommune, jeder Verein, jede Stiftung, jede öffentlich-rechtliche Einrichtung kann es aufgreifen, anpassen und umsetzen. Es gibt keine Lizenzgebühr, keine Nutzungsbedingung, keine kommerzielle Absicht.
Was fehlt
LOCUTERRA braucht keinen weiteren Spezifikations-Sprint. Es braucht drei Dinge:
-
Einen Träger. Eine öffentlich-rechtliche oder gemeinnützige Organisation, die den Betrieb verantwortet. Nicht wir — das Konzept fordert bewusst Gemeinwohl-Trägerschaft, nicht Solo-Betrieb.
-
Ein kleines Team. Entwickler, die den Webkern vom Demonstrator zum Produkt bringen. Designer, die Zugänglichkeit sicherstellen. Eine Person für Moderation und Community-Aufbau.
-
Eine Pilotkommune. Ein Ort, der bereit ist, LOCUTERRA mit echten Bürgern zu testen — anfangs mit einem Stadtteil, einer Handvoll Gruppen und einer überschaubaren Nutzerzahl.
Was wir anbieten
Wir bei Um:bruch haben das Konzept erarbeitet, den Demonstrator gebaut und die Spezifikation veröffentlicht. Wir stehen für Fragen zur Verfügung und begleiten gerne den Übergang — aber wir werden nicht der Betreiber.
Wir haben das Konzept. Ihr müsst es nur noch bauen.
Wer Interesse hat, kann direkt auf GitHub anfangen — oder uns kontaktieren.
Begleitartikel: Ein Tag in Grüntal — eine fiktive Reportage, die zeigt, wie LOCUTERRA im Alltag funktionieren könnte.
V.i.S.d.P.: Lukas Geiger, Bernau. Dieser Beitrag wurde redaktionell mit KI-Unterstützung erstellt und von Lukas Geiger verantwortet.
Geändert: 2026-06-07 (GPT) — V.i.S.d.P.- und Transparenzabschluss nach Policy-Check ergänzt.